
Mit 40 schwanger zu sein, ist längst keine Seltenheit mehr. 2025 waren in Österreich 3.495 Mütter bei der Geburt zwischen 40 und 44 Jahre alt, weitere 286 waren 45 oder älter. Das durchschnittliche Alter der Mütter bei der Geburt stieg auf 31,7 Jahre, bei der ersten Geburt auf 30,5 Jahre.
Eine Schwangerschaft mit 40 bedeutet allerdings, dass Ärzte einige Punkte genauer beobachten. Bestimmte Komplikationen treten mit zunehmendem Alter häufiger auf – gleichzeitig verlaufen auch Schwangerschaften jenseits der 40 völlig problemlos. Entscheidend sind der individuelle Gesundheitszustand und eine sorgfältige Vorsorge.
Aus medizinischer Sicht gelten Erstgebärende ab 35 Jahren als Spätgebärende und damit als Risikoschwangere. Der Begriff klingt dramatischer, als er ist: Er bedeutet nicht, dass tatsächlich eine Komplikation vorliegt. Vielmehr weist er Ärzte darauf hin, bestimmte Risiken genauer im Blick zu behalten.
Neben dem Alter spielen vor allem der allgemeine Gesundheitszustand, bestehende Erkrankungen und der bisherige Schwangerschaftsverlauf eine Rolle.
Bei Schwangeren über 35 treten beispielsweise Schwangerschaftsdiabetes, Bluthochdruck und Präeklampsie häufiger auf. Auch das Risiko für Chromosomenveränderungen des Kindes steigt mit dem Alter.
Genau deshalb gewinnt eine gute medizinische Begleitung mit 40 zusätzlich an Bedeutung.
Die regulären Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen bilden auch mit 40 die Basis der Schwangerschaftsvorsorge.
Darüber hinaus wird der behandelnde Frauenarzt mit Ihnen besprechen, welche zusätzlichen Untersuchungen in Ihrer persönlichen Situation sinnvoll sind.
Dazu gehören insbesondere Verfahren der Pränataldiagnostik wie:
Der NIPT untersucht kindliche DNA-Bestandteile im Blut der Mutter und kann das Risiko für bestimmte Chromosomenveränderungen sehr zuverlässig einschätzen. Er ist allerdings ein Screeningtest und ersetzt bei einem auffälligen Ergebnis keine diagnostische Untersuchung wie Fruchtwasseruntersuchung oder Chorionzottenbiopsie.
Auch wichtig: Spezielle Untersuchungen der Pränataldiagnostik werden von der Sozialversicherung nur unter bestimmten Voraussetzungen bezahlt – beispielsweise, wenn ein erhöhtes Risiko oder ein konkreter Verdacht abgeklärt werden muss.
Zwei Themen spielen bei einer späteren Schwangerschaft eine besonders wichtige Rolle: Blutzucker und Blutdruck.
Der Zuckerbelastungstest ist Bestandteil der regulären Schwangerschaftsvorsorge und wird zwischen der 25. und 28. Schwangerschaftswoche durchgeführt. Gerade bei Frauen über 35 ist er wichtig, weil Schwangerschaftsdiabetes mit zunehmendem Alter häufiger auftritt.
Auch Schwangerschaftsbluthochdruck und Präeklampsie kommen in dieser Altersgruppe häufiger vor. Regelmäßige Kontrollen ermöglichen es, Veränderungen früh zu erkennen und die Betreuung entsprechend anzupassen.
Nein. Auch mit 40 ist eine spontane Geburt möglich, wenn medizinisch nichts dagegenspricht.
Die Statistik zeigt allerdings einen deutlichen Zusammenhang zwischen Alter und Kaiserschnittrate: 2025 wurden Frauen ab 35 Jahren in Österreich rund 1,6-mal häufiger per Kaiserschnitt entbunden als Frauen unter 25 Jahren – 40,4 Prozent gegenüber 25,0 Prozent. Insgesamt lag die österreichische Kaiserschnittrate bei 32,8 Prozent.
Dafür gibt es verschiedene Gründe. Schwangerschaftsdiabetes, Bluthochdruck, Präeklampsie oder bestimmte Kindslagen können einen Kaiserschnitt medizinisch erforderlich machen. Auch geplante Kaiserschnitte kommen bei älteren Schwangeren häufiger vor.
Die Geburtsmethode sollte deshalb gemeinsam mit dem behandelnden Arzt und dem gewählten Spital anhand des individuellen Schwangerschaftsverlaufs entschieden werden.
Gerade bei einer Schwangerschaft mit 40 wünschen sich viele Frauen eine kontinuierliche Betreuung durch einen erfahrenen Gynäkologen und klare Ansprechpartner bis zur Entbindung.
Eine private Krankenversicherung erweitert hier die Möglichkeiten:
Mit Wahlarzt-Versicherung können Sie Ihren Gynäkologen frei wählen und zusätzliche ambulante Untersuchungen entsprechend dem gewählten Tarif abrechnen.
Mit Sonderklasse wählen Sie das Spital und den behandelnden Arzt im Spital selbst. Versichert sind – je nach Tarif – das Privatspital oder die Sonderklasse eines öffentlichen Spitals, Einbett- oder Zweibettzimmer sowie stationäre Behandlungen bei Schwangerschaftskomplikationen und die Entbindung.
Die Kombination aus Wahlarzt + Sonderklasse bietet den umfassendsten privaten Schutz für Schwangerschaft und Entbindung: Betreuung durch den gewünschten Frauenarzt während der Schwangerschaft und freie Arzt- und Spitalswahl für die Geburt.
Auch während einer bereits bestehenden Schwangerschaft gibt es in Österreich Tarife, die Schutz für die aktuelle Schwangerschaft und die Entbindung ermöglichen.
Ideal ist die Prüfung bis etwa zur 20. Schwangerschaftswoche, weil zu diesem Zeitpunkt die Tarifauswahl am größten ist. Danach bestehen ebenfalls Möglichkeiten; als späteste sinnvolle Grenze gelten in der Praxis rund sechs Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin.
Wichtig ist die Gesundheitsprüfung. Bereits bestehende Beschwerden, auffällige Befunde oder geplante Behandlungen werden vom Versicherer berücksichtigt und können zu Risikozuschlägen, Leistungsausschlüssen oder einer Ablehnung führen.
Gerade deshalb ist eine frühe Prüfung sinnvoll – solange die Auswahl an möglichen Tarifen noch groß ist.
Eine Schwangerschaft mit 40 braucht keine unnötige Sorge, aber eine aufmerksame Vorsorge. Blutzucker, Blutdruck und Pränataldiagnostik erhalten mehr Gewicht, und auch die Planung der Entbindung verdient besondere Aufmerksamkeit.
Wer dabei Wert auf freie Arztwahl, zusätzliche Untersuchungen, ein Privatspital und die freie Wahl des behandelnden Arztes bei der Entbindung legt, kann diese Möglichkeiten mit einer privaten Krankenversicherung gezielt erweitern.
Auch wenn die Schwangerschaft bereits besteht, lohnt sich eine frühzeitige Prüfung der verfügbaren Tarife.
Mit 40 stehen bei einer Schwangerschaft häufig zusätzliche Untersuchungen, eine besonders sorgfältige Betreuung und die konkrete Planung der Entbindung im Mittelpunkt. Genau hier kommt es darauf an, einen Tarif zu wählen, der die gewünschten Leistungen tatsächlich abdeckt.
SICHERschwanger ist seit 2012 ausschließlich auf private Krankenversicherung spezialisiert. Wir vergleichen die relevanten Anbieter in Österreich und zeigen Ihnen verständlich, welche Möglichkeiten bei einer bereits bestehenden Schwangerschaft noch zur Verfügung stehen.
Die Beratung ist kostenfrei und unverbindlich. Sie erfahren konkret, welche Absicherung zu Ihrer Schwangerschaft, Ihrem gewünschten Arzt und Ihrer geplanten Entbindung passt.

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